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Tipps
und Ratschläge gegen die Reisekrankheit
Wie
können Sie Reiseübelkeit vorbeugen?
Viele Menschen haben ihr Geheimmittel. Manche schwören auf so
kuriose Tipps wie Stereomusik aus dem Walkman hören oder Ohrstöpsel
ins Ohr stecken, Rechtshänder ins linke Ohr, Linkshänder ins
rechte Ohr. Wenn man an sein Geheimrezept glaubt, dann kann es
durchaus helfen. Folgende Tipps sind jedoch erprobt und
verschaffen den meisten Leidgeplagten Erleichterung.
Abhilfe schafft man durch "Hinschauen", wie die
Bewegungen, die man fühlt, zustande kommen:
Im Auto
Halten Sie den Blick beim Autofahren stets nach vorne in
Fahrtrichtung und beobachten Sie aufmerksam die Straße. Denken
Sie daran: Der Fahrer selbst wir nie reisekrank nur der Beifahrer.
Sitzen Sie neben dem Fahrer, nicht im Fond. Im Bus ist ein Platz
vor der Vorderachse am besten. Sorgen Sie für häufige Pausen mit
viel frischer Luft.
Im Flugzeug
Im Flugzeug kann man die Bewegungen nicht durch Hinschauen
verfolgen. Reservieren Sie sich einen Platz am Gang in Höhe der
Tragflächen. Stehen Sie auf, wenn es möglich ist, und gehen
langsam hin und her. Oder Sie klappen den Sitz zurück, legen sich
hin und schließen die Augen, da das Innenohr dann auf
"Schlafstellung" schaltet. Sehen Sie auf keinem Fall aus
dem Seitenfenster.
Auf See
Halten Sie sich nicht im Innenraum auf, sondern gehen Sie an Deck
und passen Sie sich den Bootsbewegungen an, anstatt sich
krampfhaft entgegenzustellen. Fixieren Sie dabei einen Punkt am
Horizont. Der Tipp, sich dort auf den Boden zu legen, wo die
Schiffsbewegungen am ruhigsten sind, gilt nur, wenn Ihnen bereits
sehr übel ist. Auf einem Segeltörn, können Sie sich durch
leichte Arbeiten an Deck ablenken. Verrichten Sie keinesfalls körperlich
anstrengende Tätigkeiten unter Deck. Vorsicht vor allen Arbeiten,
bei denen man den Kopf bücken muss.
Und
falls es einem doch erwischt: Nach 2 - 3 Tage Kotzen und Übelkeit
ist die Seekrankheit bei den meisten Menschen vorüber und der Körper
hat sich an das Schaukeln gewöhnt.
Weitere gute Tipps sind:
Nehmen
Sie am Abend vor der Fahrt nur leicht verdauliche, warme
Mahlzeiten zu sich, also fettarme Nahrung mit wenig
Ballaststoffen. Beginnen Sie die Fahrt ausgeschlafen, in Ruhe und
ohne Hektik. Für Kinder ist es günstig in der Nacht zu fahren.
Beschäftigen
Sie den Magen während der Reise mit kleinen Mengen Zwiebacks,
getrocknetem Weißbrot, Salzbrezeln oder fettarmen Keksen.
Meiden
Sie penetrante Gerüche z.B. üble Essens-, Benzin- oder
Toilettengerüche, da sie die Übelkeit beschleunigen.
Lesen
Sie nicht während der Fahrt! Schon das Kartenlesen kann die Übelkeit
verstärken.
Oft
hilft einen Kaugummi oder ein Gummibärchen zu kauen.
Verzichten
Sie weitgehend auf Alkohol, Kaffee und Rauchen.
Meiden
Sie Gespräche über Reisekrankheit, denn die Angst davor kann
alleine schon Übelkeit hervorrufen.
Auch
mit Entspannungsübungen kann man das Problem in den Griff
kriegen, beispielsweise mit Atemübungen, autogenem Training oder
der progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen. Allerdings ist
regelmäßiges Training unerlässlich.
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