Schuhpflege
Der
aktuelle Tipp:
Schneeränder
auf Lederschuhen entfernt man mit einem in destilliertes
Wasser getauchten Lappen. Trocknen lassen und die Schuhe mit
dem üblichen Pflegemittel behandeln.
Manch
einer pflegt sein Auto hingebungsvoller als seine Schuhe.
Dabei sind sie ebenso Wind und Wetter ausgesetzt. Gerade im
Winter leidet unser Schuhwerk, denn Nässe und Streusalz
setzen Stiefeln und Co. ordentlich zu.
Warum
sollte man nasse Schuhe nicht auf der Heizung trocknen?
Und
wie trocknet man sie am besten?
Weil Heizungen im Winter für die meisten Schuhe viel zu heiß
sind: Die große Hitze trocknet die Schuhe zwar sehr schnell
(also macht genau das, was man will), allerdings sorgt sie
auch dafür, dass das Material extrem austrocknet. Das heißt
bei vielen Materialien auch, dass Stoffe ausdünsten, die gar
nicht so schnell ausdünsten sollen: Weichmacher
beispielsweise. Die Lebenszeit solcher Schuhe verkürzt sich
also erheblich. Lederschuhe beispielsweise werden schnell brüchig,
wenn sie oft auf der heißen Heizung getrocknet werden. Bei
anderen Schuhen können sich die Sohlen lösen, weil sich die
Materialien unter starker und schneller Hitze unterschiedlich
ausdehnen und sich dann unterschiedlich stark verformen. Das
Trocknen auf der Heizung sollte nur im Notfall durchgeführt
werden. Wie rum dabei die Schuhe auf die Heizung gelegt werden
ist egal. Am besten, Sie trocknen Ihre Schuhe nach Omas
Rezept: Viel trockenes Zeitungspapier in die Schuhe und
ein paar Tage Geduld.
Leder
ist ein Naturprodukt, ein Material, das Feuchtigkeit aufnimmt
und speichert. Deswegen brauchen Schuhe eine besondere Pflege,
und sie sollten nur ein über den anderen Tag getragen werden.
Wenn Sie Ihren Schuhen regelmäßig eine Erholungspause gönnen,
können Sie ihre Lebensdauer verlängern:
"Spanner rein, trocknen lassen und mindestens einen Tag
ausdünsten lassen - dann ist das Leder wieder aufnahmefähig
und Sie können den Schuh wieder tragen."
Allgemein tut es der Fußbekleidung gut, wenn sie nach jedem
Tragen geputzt wird. Auch neue Schuhe sollten Sie mit einem
Pflegemittel vor Schmutz und Feuchtigkeit schützen.
Schuhspanner glätten die Gehfalten und halten den Schuh in
Form. Weil sie Feuchtigkeit gut aufnehmen, sind Schuhspanner
aus Holz zu empfehlen; Spanner aus Schaumstoff allerdings sind
spitzer und deswegen bei eleganteren Damenschuhe angebracht.
Zum Putzen von Glattlederschuhen verwenden Sie am besten eine
farbige Schuhcreme aus Dose oder Tube. Denn wenn Sie
beispielsweise schwarze Schuhe mit einer farblosen Creme
putzen, werden sie mit der Zeit grau. "Immer mit einer
Farbcreme putzen, keiner Deckcreme. Die Schuhe reinigen,
eincremen, polieren - dann sind sie, wenn Sie eine gute
Schuhcreme verwenden, wasser- und wetterfest. Velours-Schuhe
muss man mit einem Imprägnierspray behandeln, auch hier sind
die Grundfarben erhältlich. Damit erzeugt man einen Film auf
dem Leder, der den Schuh gegen eindringende Feuchtigkeit schützt."
Zur Pflege von Lacklederschuhen gibt es spezielle Lacköle;
sie halten die Kunststoffbeschichtung geschmeidig. Nicht alles
was glänzt ist auch gepflegt, doch manchmal möchte man
staubig gewordene Schuhe schnell einmal auf Hochglanz bringen.
Dafür gibt es so genannte Glanzschwämme, die mit Silicon
getränkt sind. Vor dem Vorstellungstermin kann man die Schuhe
damit problemlos zum Glänzen bringen, mit Pflege hat das aber
nichts zu tun. "Sie sollten auf keinen Fall irgendwelche
Flüssigkeiten wie Selbstglanz draufschmieren. So kommt
Schicht auf Schicht, das Leder bekommt keine Pflege, sondern
Sie haben im Prinzip nur Lack darüber gepinselt."
Wenn Sie längere Zeit im strömenden Regen und in Pfützen
herumgelaufen sind, hält die beste Schuhcreme und das beste
Imprägnierspray nicht stand: die Schuhe werden nass. Ob von
Regen oder Schnee - im Leder lösen sich dann die
Gerbkristalle auf und hinterlassen beim Trocknen hässliche Ränder.
Solange die Schuhe noch feucht sind, sollten Sie beherzt zur
Tat schreiten und den Lederschuh komplett waschen, rät der
Schuhmachermeister Wolfgang Lenz: "Die Schuhe können Sie
unbesorgt unter fließendem, lauwarmem Wasser komplett
auswaschen. Wenn schon Flecken drin sind, empfiehlt sich die Wäsche
mit einem - speziell für Leder geeigneten Shampoo."
Sind die Gerbkristalle im Leder getrocknet, kann eine
Reinigung mit Ledershampoo und Bürste nur bedingt helfen.
Besser ist es die Schuhe noch in feuchtem Zustand zu reinigen.
Lederschuhe sollten nie zu heiß getrocknet werden, denn Hitze
macht das Leder hart und brüchig. Schuhe trocknen am
idealsten auf einem Lattenrost, oder man stellt die Schuhe auf
Zeitungspapier, damit auch die Feuchtigkeit an der Sohle
verdunsten kann. Stopfen Sie zum Trocknen Zeitungspapier in
die Schuhe oder stecken Sie passende Schuhspanner aus Holz
hinein.
 |
Stoffschuhe
vor dem ersten Tragen mit Imprägnierspray einsprühen
- sie sehen länger aus wie neu! Bei max. 40°C in
der Waschmaschine waschen. |
 |
Flip-Flop-Sohlen
werden mit der Zeit porös und können leicht brechen.
Das lässt sich verhindern, wenn man sie von Zeit zu
Zeit mit Babyöl einreibt. |
 |
Wenn
Schuhe beim Tragen abfärben, die Schuhe von innen mit Haarlack einsprühen
und sie dann mit einem Tuch abreiben, oder das Schuhinnere mit Essig
auswischen. |
 |
Weiße
Absätze mit Kratzern lassen sich mit Korrekturflüssigkeit
für die Schreibmaschine ausbessern. Schuhabsätze
bekommen nicht so schnell hässliche Kerben, wenn man
sie ab und zu mit farblosem Nagellack bestreicht. |
 |
Besseren
Glanz beim Schuhe putzen bekommt man, wenn man die Schuhcreme
mit ein Paar Tropfen Kaffee vermengt.
|
 |
Schnürsenkel
und Schuhbänder
Aufgelöste Spitzen? Gedrehte Spitze in farblosen
Klebstoff oder Nagellack stippen.
Reißfest werden sie durch Einlegen (ca. 5 Stunden) in
essigsaure Tonerde. |