Nutzgarten
Ziergarten
Der
Ziergarten
Im
wesentlichen wird alles, was kein Nutzgarten ist, als
Ziergarten bezeichnet, ebenso der Vorgarten auch wenn er an
der Straßenseite liegt.
Der
Ziergarten eignet sich für die Verwirklichung der persönlichen
Vorstellungen und Neigungen am besten, so dass man am
liebsten alles anpflanzen möchte.
Ein Ziergarten gewinnt erst an Reiz durch die
unterschiedlichen in ihm enthaltenen Pflanzen und Gewächse.
Bei Gruppenpflanzungen ist als eine der wichtigsten Regeln
zu beachten, dass hochwüchsige Pflanzen nicht vor niedrig
wachsende Pflanzen gesetzt werden dürfen, sondern stets in
den Hintergrund gehören. Außerdem sollte beachtet werden,
wann die jeweiligen Pflanzen blühen und ihre
Zusammenstellung danach ausgerichtet werden. Beispielsweise
sehen mehrere farblich aufeinander abgestimmte Frühblüher,
im Frühjahr wunderschön aus, wirken aber das restliche
Jahr über sehr langweilig. Es sollten also stets eine Blühfolge
beachtet werden, um das ganze Jahr über eine Farbigkeit
genießen zu können.
Legt man einen Garten neu an, so stellt sich oft die
Frage, ob man zunächst sparsam mit der Bepflanzung umgeht,
um ein späteres Auslichten zu vermeiden, auch wenn dies
dann zu Kosten des Sichtschutzes geschieht, und Spaziergänger
beim Kaffeetrinken ungebetene Zuschauer sind. Es sollte
jedoch der Mut für eine dichte Bepflanzung aufgebracht
werden, um sich in seinem Garten gleich zu Anfang wohl zu fühlen
und nicht erst einige Jahre darauf warten muss.
Langweilige Rasenflächen können durch Effekte
aufgelockert werden, mit hohen Staudengräser, einer
Trockenmauer an passendem Ort gebaut, einem Steingarten oder
auch einem kleinen Teich. Mauern oder andere hässliche Wände,
sowie Zäune oder alte, tote Bäume lassen sich durch
Pflanzen wie Efeu, wilden Wein, Geißblatt oder Goldregen
ebenso schön begrünen wie auch das eigene Haus.
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Wenn
Sie sich eine möglichst langanhaltende Freude am eigenen
Ziergarten wünschen, dann ist das Verständnis für die Bedürfnisse
der jeweiligen Pflanze ganz wichtig. Blumen beispielsweise
benötigen zur vollen Entfaltung ihrer Blütenpracht regelmäßige
Düngung.
Gerade junge Pflänzchen können sich nur dann erfolgreich
gegen Läuse & Co. wehren, wenn sie mit ausreichend Nährstoffen
und Spurenelementen versorgt werden. Auch der Boden,
auf dem sie gedeihen, sollte mit Kompost und natürlichem Dünger
versorgt werden, da er sonst im Laufe der Zeit verarmt.
Auch
für den Ökoziergarten gilt: Erlaubt ist, was gefällt.
Dennoch sollte der Ökogärtner zum Beispiel darauf achten,
möglichst viele ungefüllte Blumen zu verwenden, damit auch
die blütenbesuchenden Insekten etwas davon haben, und er
sollte möglichst widerstandsfähige Pflanzen verwenden - um
so leichter fällt der Verzicht auf Chemie im Garten.
Besonders
reizvoll ist die Verwendung von Wildblumen und
althergebrachten Bauerngartenblumen, die inzwischen
wieder in allen größeren Staudengärtnereien geführt
werden. Wer den Wechsel liebt, sät im Frühjahr einjährige
Blumen, die nach der intensiven Blüte im Sommer und Herbst
ihr Leben aushauchen, so dass im nächsten Frühjahr ganz
andere oder auch wieder die gleichen Arten ausprobiert
werden können. Klassiker unter den Einjährigen sind
Astern, Strohblumen, Ringelblumen und Levkojen. Etwas
ausdauernder sind die zweijährigen Sommerblumen, die im
ersten Jahr oft blütenlose Blattrosetten bilden. Eine wahre
Königin was Größe und vor allem Blühdauer betrifft ist
dabei die einheimische Königskerze, die sich zudem mühelos
selbst aussät und immer wieder für Nachwuchs sorgt.
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